Weißer Weg · Fig. 001–003
Weißer Weg · 2012 · Fig. 001–003
Werkbeschreibung und kunsthistorischer Kontext
Das Werk reduziert die Welt auf ihre elementaren Erscheinungen: Licht, Schatten und Grund. Aus der Nähe betrachtet wirkt das Motiv intim, beinahe beiläufig. Doch je länger der Blick verweilt, desto mehr öffnet sich eine räumliche und zeitliche Unbestimmtheit. Maßstäbe kippen, Orientierung verliert ihre Sicherheit. Das Bild bewegt sich an der Schwelle zwischen Mikro- und Makrokosmos und lässt eine Welt entstehen, die sich nicht verorten lässt. Es verweist auf etwas, das hinter dem Sichtbaren liegt - nicht als Zeichen oder Symbol, sondern als stille, offene Erfahrung des Daseins.