Diptychon · 06/1/2
Píyǐngxí · 2012 · Diptychon · 06/1/2
Werkbeschreibung und kunsthistorischer Kontext
Pastellfarbene Schattenspiele entfalten sich in einer instabilen Balance. Formen erscheinen, überlagern sich, verlieren ihre Kontur und lösen sich wieder auf. Perspektiven bleiben offen und widersprüchlich, Gewissheiten werden unterlaufen. Das Werk hält einen Moment spielerischen Innehaltens fest. In der Leichtigkeit der Geste liegt eine stille Antwort auf die Unzuverlässigkeit der gedeuteten Welt. Die Bilder laden dazu ein, Unsicherheit nicht als Mangel, sondern als produktiven Zustand zu begreifen - als Voraussetzung für Wahrnehmung, Staunen und Offenheit.