Ode an den Finkenberg
Oden · 2008 · Ode an den Finkenberg 1
Werkbeschreibung und kunsthistorischer Kontext
Ein scheinbar beiläufiger Ausschnitt der Landschaft tritt dem Blick entgegen und beginnt, ihn zu erwidern. Das Bild hält eine Stimmung fest, in der sich Erinnerung und Gegenwart überlagern und ihre zeitliche Zuordnung verlieren. Die Landschaft erscheint nicht als Motiv, sondern als Erfahrungsraum. Die fotografische Fixierung bewahrt nicht den Moment, sondern macht seine Fragilität sichtbar. In der leisen Melancholie des Bildes liegt die Ahnung einer Präsenz, die sich nicht festhalten lässt. Das Werk wird zur Ode an eine Welt, in der das Sichtbare stets von etwas Unsichtbarem durchzogen ist - von einem Ursprung, der sich nur im Erleben, nicht im Verstehen zeigt.