Fluctus Temporis
Lux Mortem · 2020 · Fluctus Temporis Nr. 04/05/06
Werkbeschreibung und kunsthistorischer Kontext
Das Stillleben zeigt den Übergangszustand zwischen Blühen und Vergehen. Verwelkte Blüten, Farbspuren und fragile Fragmente erscheinen in einer Schwebe, die weder Leben noch Tod eindeutig zuordnet. Der Moment des Verfalls wird nicht dramatisiert, sondern als Teil eines fortwährenden Wandlungsprozesses sichtbar gemacht. Ein lichtdurchzogenes Dunkel verleiht dem Motiv eine eigentümliche Zeitlosigkeit. Das Licht scheint keinen Ursprung zu haben, es offenbart, ohne zu erklären. In diesem Spannungsfeld öffnet sich der Blick für eine Erfahrung, in der Vergänglichkeit nicht als Ende, sondern als integraler Bestandteil des Lebendigen erfahrbar wird.