Inszenierungen

Flüstergewölbe · (Kap. 3 Inszenierungen) · 1986-1989

Werkbeschreibung und kunsthistorischer Kontext

Die Bilder entstammen einer Welt des Verfalls, der Leere und des historischen Stillstands. Verlassene Architektur und nächtliche Landschaften tragen die Spuren einer vergangenen Ordnung. Doch diese Düsternis bleibt nicht ungebrochen. Durch bewusste Inszenierungen, überraschende Gesten und eine subtile Form von Humor wird die morbide Atmosphäre konterkariert. Gerade in dieser Spannung entsteht ein Raum innerer Freiheit. Das Werk oszilliert zwischen Traum und Realität, zwischen persönlicher Erinnerung und kollektiver Geschichte. Es zeigt nicht nur einen Ort, sondern eine innere Topografie, in der das Individuum dem Druck der äußeren Realität eine eigene, spielerische Bildwelt entgegensetzt