Apparition am Finkenberg
Echos · 2006 · Nr. 01/1/2
Werkbeschreibung und kunsthistorischer Kontext
Transparente Pyramiden erscheinen in der Landschaft wie Erscheinungen aus einer anderen Wirklichkeit. Sie überlagern Hügel, Ebenen und Horizonte, ohne sie zu verdrängen. Die geometrischen Formen wirken nicht fremd, sondern scheinen aus der organischen Welt selbst hervorzuwachsen. Das Werk eröffnet einen Dialog zwischen Idee und Materie. Die platonische Ordnung tritt aus dem Abstrakten hervor und wird als durchlässige, lebendige Struktur erfahrbar. Für einen Moment verdichtet sich eine geistige Wirklichkeit im Sichtbaren - ein Echo zeitloser Ideen, das ebenso leise wieder verschwindet, wie es erschienen ist.