Nachtstücke

Die Nachstücke entstehen aus der Erfahrung nächtlicher Wahrnehmung. Die Welt verliert ihre funktionale Eindeutigkeit und tritt als offener Raum von Licht, Zeit und innerer Resonanz hervor. Dunkel erscheint hier nicht als Leere, sondern als Träger eines eigentümlichen, schwer zu verortenden Leuchtens. Die Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld von Erscheinung und Entzug, von äußerer Szenerie und innerem Erleben. Zeit löst sich aus linearer Ordnung und wird als gedehnte, schwebende Präsenz erfahrbar. Die Serie gliedert sich in zwei Werkgruppen: Das Licht in den Gründen, in denen sich urbane Räume im Spiel von Reflexion und Erinnerung öffnen, und Vigilien, die im Zustand des Wachens jene fragile Schwelle untersuchen, an der Sichtbares und Unsichtbares ineinander übergehen. Die Nacht wird so zum Ort einer Erfahrung, in der Welt und Selbst einander begegnen - nicht als feste Größen, sondern als relationale, zeitlich offene Zustände.

Werke aus der Serie Nachtstücke