Lemusichs Garten
Lemusichs Garten entfaltet sich als imaginärer Denk- und Erfahrungsraum, in dem sich hermetische Philosophie, Mythos und ästhetisches Spiel überlagern. Die Arbeiten bewegen sich jenseits rationaler Systeme und linearer Erkenntnismodelle. Sie folgen keiner dogmatischen Ordnung, sondern einem offenen Prozess, in dem Bedeutungen entstehen, verschwinden und sich neu formieren. Erkenntnis erscheint hier nicht als Besitz, sondern als Bewegung. Ausgehend von alchemistischen und hermetischen Traditionen - jenen Gegenentwürfen zu normativen Weltbildern - verbindet die Serie geistige Konzepte mit sinnlicher Erscheinung. In Anlehnung an Schillers Idee des spielenden Menschen wird das Bild selbst zum Ort eines freien Spiels: ein ästhetisches Glasperlenspiel, in dem Erinnerung, Wissen, Ahnung und Imagination transparent ineinandergreifen und eine lebendige Ganzheit andeuten. Der Garten ist dabei weniger Schauplatz als ein gedanklicher Weg, auf dem Erinnerung und Imagination ineinander übergehen.
Werke aus der Serie Lemusichs Garten