Blick über Delft

In Blick über Delft wird der Himmel zum eigentlichen Protagonisten. Die Fotografien öffnen einen stillen, kontemplativen Raum, in dem Licht, Wolken und Weite eine poetische Verdichtung erfahren. In bewusster Nähe zur niederländischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts wird die Atmosphäre selbst zum Bedeutungsträger. Nicht die Stadt, sondern der Blick darüber hinaus steht im Zentrum. Der Blick löst sich dabei vom Standpunkt und wird zur Bewegung zwischen Nähe und Ferne, zwischen Wahrnehmung und gedanklicher Konstruktion. Das Meteorologische verwandelt sich in eine seelische Resonanz. Der Himmel erscheint als Ort der Zeitdehnung, als Schwebezustand zwischen Melancholie und Staunen, zwischen innerer Erfahrung und äußerer Erscheinung.

Werke aus der Serie Blick über Delft